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Stadtmuseum widmet sich Kinogeschichte

Hollywood in Auerbach

Ein Hauch von Hollywood weht in diesen Tagen durch Auerbach. Geschafft hat dies Museumschefin Simona Jungmann, die in einer Sonderausstellung Exponate einer europaweit einzigartigen Präsentation in die Drei-Türme-Stadt holte. Persönliche Briefe, signierte Fotos, Kleidung, Filmawards und Requisiten aus den Studios des legendären „Planet Hollywood“ lassen Höhepunkte der Kinogeschichte von den 1920er Jahren bis in die Gegenwart Revue passieren. Doch was wären die großen Filmklassiker ohne das Kino? Im zweiten Teil der Ausstellung wird daher die Geschichte der Auerbacher Kinos beleuchtet. Dort können die Besucher nicht nur imposante Projektionstechnik bewundern. Eine umfangreiche Chronik dokumentiert ausführlich die Geschichte der Lichtspieltheater in der Drei-Türme-Stadt.

Die Hollywoodausstellung trägt die Handschrift von Michael-Andreas Wahle (auf dem Foto mit James Bond und James Dean). Der Mann aus Hattersheim (Main) ist ein bekennender Filmliebhaber. „Ich habe vor vielen Jahren begonnen, Dinge aus Hollywood zu sammeln. Im Laufe der Zeit ist ein umfangreiches Arsenal von Gegenständen entstanden, die einst den großen Stars gehörten. Das älteste Stück der Schau ist ein Scheck von Stan Laurel aus dem Jahr 1928, das jüngste Exponat eine Goldmünze aus dem Kassenschlager „Fluch der Karibik“ mit Johnny Depp. Glanzlichter bilden ein Scheck samt Kreditkarte und Füller aus dem Besitz der vierfachen Oskar-Preisträgerin  Katharine Hepburn.
Wahles komplette Ausstellung wurde im Jahr 2008 mit einem Fachmedienpreis ausgezeichnet. Aber auch die Auszüge, die nun im Auerbacher Museum zu bestaunen sind, vermitteln den Duft der großen weiten Filmwelt. Schließlich begegnet man Requisiten und Kostümen, die einst von Stars, wie Liz Taylor, Richard Burton, Lauren Bacall, Humphrey Bogart, Bette Davis, Marlon Brando, Marilyn Monroe, Charles Bronson oder Alfred Hitchcock benutzt wurden. „Nichts ist gefälscht, alles ist original“, versichert Michael-Andreas Wahle.
          
Garantiert im Originalzustand befindet sich auch die in der Sonderausstellung gezeigte Kinotechnik. „In den vergangenen 100 Jahren gab es in Auerbach mehrere Kinos. Wir haben daraus viele Zeitzeugen zusammengetragen und alles anschaulich aufgearbeitet“, versichert Museumschefin Jungmann. Gemeinsam mit fleißigen Mithelfern ist es ihr gelungen, zahlreiche Filmprojektoren, Kinoplakate und sogar original Klappstuhlreihen eines Auerbacher Lichtspieltheaters aufzutreiben. Der Saal des Museums wurde kurzerhand zum Kino umgebaut. Dort können bis Ende Oktober nun zahlreiche historische Filme bewundert werden. Das Programm zur Auerbacher Kinogeschichte kann im Internet unter www.stadt-auerbach.de oder in dieser Ausgabe des Auerbacher Stadtanzeigers nachgelesen werden.

(Text/Foto: Hagen Hartwig)